AVV

Fortschritt für die ganze Region:

Neue Weichen für den Nahverkehr.

Die Stadt Augsburg ist das zweitgrößte Zentrum der Europäischen Metropolregion München und bildet im AVV-Gebiet einen wichtigen Knotenpunkt für den ÖPNV. Mit der Nahverkehrsplanung für Augsburg sind daher wichtige regionale Weichenstellungen verbunden. In den nächsten Jahren stehen im Rahmen des Projekts Augsburg City große Maßnahmen an, um den ÖPNV weiter zu ertüchtigen.

Umbau des Hauptbahnhofs Augsburg für moderne, barrierefreie Mobilität

Mit der Inbetriebnahme des neuen Augsburger Königsplatzes zum europaweiten Fahrplanwechsel am 15.12.2013 wurde die Basis für einen modernen innerstädtischen Bus- und Straßenbahnverkehr gelegt. Als weitere Maßnahme mit höchster Bedeutung auch für die Region folgt der Umbau und die Modernisierung des Hauptbahnhofes – unerlässliche Voraussetzung für einen funktionierenden RegioSchienenTakt auch im AVV-Gebiet. Das Projekt Augsburg City bringt mehr Mobilität in Augsburg und der Region. Die Bürger werden von einer Planung profitieren, die auf Qualität setzt und damit ein tragfähiges Fundament für zukünftige Entwicklungen baut.

Nachhaltige Planungen für den ÖPNV: Fortschreibung des Nahverkehrsplans 2015plus

Die Nahverkehrsplanung hat zum Ziel, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) als nachhaltige und möglichst vollwertige Alternative zum motorisierten Individualverkehr bereit zu stellen. Für das Verbundgebiet des AVV gilt derzeit der Nahverkehrsplan für den Nahverkehrsraum Augsburg 2015plus.

Die Gesellschafter der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (die Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg und Dillingen a.d.Donau sowie die Stadt Augsburg) haben eine Fortschreibung des bestehenden Nahverkehrsplans beschlossen. Der AVV hat somit die Aufgabe, die Nahverkehrspläne für die Stadt Augsburg und die Region, und damit für alle in den AVV integrierten Kommunen, auf die aktuellen Anforderungen anzupassen. So werden beispielsweise Kriterien zu Angebotsumfang und Qualität des ÖPNV, Fahrtenzahlen von Bus und Bahn, Erreichbarkeit der Haltestellen, Fahrzeiten, Fahrzeugausstattung oder Fahrgastinformation definiert.

Die Fortschreibung des NVP 2015 plus hat im Jahr 2022 begonnen. Es handelt sich dabei um einen längerfristigen Prozess, der auch eine umfassende Bürgerbeteiligung beinhaltet. Bürgerinnen und Bürger hatten bis zum 17. Juli 2022 die Möglichkeit im Rahmen einer Umfrage ihr Meinung zur aktuellen Situation im Verkehrsverbund zum Ausdruck zu bringen. Die Erkenntnisse daraus fließen unter Berücksichtigung der Finanzierungsmöglichkeiten in die Planung des neuen Nahverkehrsplans ein.

Sie möchten auch mitgestalten und haben Anregungen? Dann schreiben Sie uns gerne unter nahverkehrsplan@avv-augsburg.de

FAQs:

Was ist ein Nahverkehrsplan (NVP)?

In einem Nahverkehrsplan wird der Rahmen für die zukünftige Entwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den nächsten Jahren festgelegt. Er besteht aus folgenden Inhalten:

  • Bestandsaufnahme und Schwachstellenanalyse der Verkehrseinrichtungen
  • Prognose des zu erwartenden Verkehrsaufkommens
  • Umfassende Zusammenstellung künftiger Projekte und Planungen
  • Entwicklung von Zielen und Maßnahmen zur optimalen Gestaltung des ÖPNV-Angebots

Zentraler Punkt ist es, ein Anforderungsprofil mit Qualitätskriterien zu erstellen, die feste Vorgaben für die künftige Bedienung darstellen hinsichtlich des Angebotsumfangs und der Qualität des ÖPNV, beispielweise Fahrtenzahlen von Bus und Bahn, die Erreichbarkeit der Haltestellen, die Fahrzeiten, aber auch die Qualität des Öffentlichen Verkehrs (Fahrzeug- und Haltestellenausstattung, Informationsmöglichkeiten für den Fahrgast). Dazu gehören Bestandsaufnahmen der derzeitigen Situation sowie Planungen im Städtebau und im Verkehr und abzusehende zukünftige Entwicklungen. Mängel in der derzeitigen Bedienung werden erörtert und entsprechend der gleichwertigen Bedienung im Raum überprüft. Im Bedarfsfall werden Maßnahmen definiert, um diese Mängel zu beheben, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist.

Darüber hinaus werden auch großräumige Maßnahmen untersucht, um dann sogenannten Planfälle zu definieren.