Aktiv für attraktiven ÖPNV: die Geschichte des AVV

Seit Mitte der siebziger Jahre haben wir sehr viel getan, um den öffentlichen Nahverkehr in der Region Augsburg für Sie so attraktiv wie möglich zu gestalten. Hier eine Übersicht:

1974

Die Stadt Augsburg erteilt den Auftrag für den Gesamtverkehrsplan.

1975

Die Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg und Dillingen a.d. Donau geben ein Gutachten zur Untersuchung des ÖPNV im Nahverkehrsraum Augsburg in Auftrag.

1977-1978

Vorlage des Nahverkehrsgutachtens im Auftrag der Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg und Dillingen a.d. Donau sowie des Gesamtverkehrsplans Augsburg im Auftrag der Stadt Augsburg.

1979

Die Nahverkehrskommission setzt die Arbeitsgruppe „Regionaler Nahverkehrsplan Augsburg” ein.

1980-1982

Im Juli gemeinsamer Beschluss des Stadtrats von Augsburg und der Kreistage der Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg und Dillingen a.d. Donau; grundsätzliche Zustimmung zum Nahverkehrskonzept und zum Finanzierungsplan.

1985

Nach der Eintragung der AVV GmbH am 7. Mai in das Handelsregister nimmt das Unternehmen am 1. Juli den Geschäftsbetrieb auf. Bereits am 29. September startet der AVV den Verbundbetrieb im Raum Augsburg-Bobingen-Schwabmünchen-Königsbrunn-Klosterlechfeld (Sektoren 7 und 8).

1987

27. September. Nach erfolgreicher Testphase wird der Betrieb in den Sektoren 7 und 8 fortgeführt. Zusätzlich wird ein Zeitstufenplan für eine Ausweitung des Verbundbetriebs bis 1991/92 festgelegt. Ziel: alle Fahrgäste sollen schrittweise den Vorteil abgestimmter Fahrpläne und eines einheitlichen Fahrausweisangebotes nutzen können.

1989

24. September. Im gesamten Landkreis Aichach-Friedberg (Sektoren 1, 2 und 3) wird der Verbundbetrieb aufgenommen. Ein größeres Fahrausweisangebot erschließt den Landkreis; die Anbindung der Busse an die Bahnhöfe macht den Umstieg in die Züge attraktiver.

1991

Die Integration weiterer Räume in den AVV schreitet zügig voran: Das Verbundgebiet erstreckt sich ab 2. Juni nun auch auf die Räume Welden-Aystetten-Zusmarshausen und die Schienenstrecke bis Donauwörth (Sektoren 4 und 5). Das bedeutet: zusätzliche Busverbindungen im nördlichen Landkreis Augsburg und die Verringerung der Umweltbelastung im Stadtgebiet Augsburg durch mehr ÖPNV-Pendler.

Die AVV GmbH ermittelt den Ausbaubedarf von Park+Ride-Standorten im Nahverkehrsraum Augsburg. Pendler, die den PKW oder das Fahrrad benutzen, sollen zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel bewegt werden. Der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn vereinbaren daraufhin ein P+R-Programm über 10 Mio. DM.

1992

Am 27. September ist der komplette Raum integriert. Der Bereich Diedorf – Gessertshausen – Dinkelscherben, die „Stauden“ (Sektor 6), wird „AVV-Gebiet“. Das neue Kundencenter eröffnet im Augsburger Hauptbahnhof. Die Fahrgäste haben hier persönliche Ansprechpartner für Fahrplaninfos, Tickets und Anschlussverbindungen.

1993

Der Allgäu-Schwaben-Takt auf der Schiene wird eingeführt. Das bedeutet: viele neue Direktverbindungen, verringerte Intervalle, ideal abgestimmte Anschlüsse und kurze Reisezeiten. Als Folge wird der gesamte AVV-Regionalbusverkehr im Raum Schwabmünchen – Klosterlechfeld an den neuen Schienentakt angepasst, um eine optimale Verkehrsanbindung zu gewährleisten.

1994

Die erste Stufe des Gemeinschaftstarifs für den Regional- und Stadtverkehr wird eingeführt: Fahrgäste können so mit Ihrer AVV- bzw. VGA-Kundenkarte (Stadtwerke Augsburg und Gersthofen) alle öffentlichen Verkehrsmittel im Innenraum zum selben Tarif nutzen.

1995

Juni. Der erste Anruf-Sammel-Taxi-Betrieb des AVV wird im Raum Aichach eingeführt. Die Anzahl der beförderten Fahrgäste steigt von 295 Personen im Jahr 1995 auf insgesamt 4.573 Personen im Jahr 2002.

1. September. Der Gemeinschaftstarif für den gesamten Verbundraum ist perfekt. Es gibt nur noch einen Fahrausweis für alle Fahrten mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Verbundraum. Dadurch wird der ÖPNV in Augsburg und Umgebung sowohl verkehrlich als auch tariflich durchgängiger. Und vor allem einfacher.

1997

Das Zugangebot auf der Paartalbahn wird verbessert; zwischen Augsburg und Königsbrunn bzw. Augsburg und Zusmarshausen wird der ÖPNV zu den Hauptverkehrszeiten weiter verdichtet.

8.100 Abonnementkunden des AVV erhalten als Dankeschön für entgegengebrachte Treue ein „Gutscheinheft“ zum vergünstigten Eintritt zu verschiedenen Ausflugszielen in Augsburg und Umgebung.

1998

Im AVV-Regionalbusverkehr wird ein Qualitätsmanagement eingeführt. Dadurch soll mehr Kundenzufriedenheit und langfristig auch eine bessere Wirtschaftlichkeit erreicht werden.

1999

Der regionale Nahverkehrsplan wird nach Zustimmung der Aufgabenträger fertiggestellt. Der Plan enthält Zielvorstellungen und Maßnahmen für die künftige Gestaltung des allgemeinen Öffentlichen Personennahverkehrs für den Nahverkehrsraum Augsburg. Bestandteil ist auch das Konzept für den RegioSchienenTakt Augsburg.

Zur Verbesserung der Bedienungsstandards im ÖPNV werden mehrere Seminare für Busfahrerinnen und Busfahrer zum Thema „Kundenorientierung“ organisiert.

2000

Der DB-Schienenhaltepunkt Augsburg-Messe in Göggingen wird eröffnet.

2001

Die Mittel für das P+R-Programm werden von 10 Mio. DM auf nunmehr 29 Mio. DM erhöht. Das gesamte Park+Ride-Ausbauprogramm beinhaltet 28 Bau- und Ausbaumaßnahmen an 24 Bahnhöfen oder Haltepunkten im Verbundraum. Es umfasst 3.160 Pkw-Stellplätze, 2.470 Zweirad-Stellplätze und 20 Bushaltestellen.

Ein Anruf-Sammel-Taxi Betrieb in Friedberg wird eingerichtet, auf der Paartalbahn ein neuer Triebwagen – der VT 642 – eingesetzt.

22. September. Der AVV zeigt „Vor-Ort-Präsenz“ durch die Teilnahme am europaweiten Aktionstag „In die Stadt – ohne mein Auto“ und durch eine Informationsveranstaltung im Zusammenhang mit der Eröffnung der Klinikumslinie.

2002

Die Taktverkehre der AVV-Regionalbusse auf den Hauptachsen nach Kissing/Mering, Neusäß/Aystetten und Königsbrunn werden verdichtet.

Die Linien 101/102 (Augsburg-Kissing-Mering), 210/211 (Augsburg-Stätzling-Friedberg/Derching), 500 (Augsburg-Neusäß-Aystetten) und 733 (Augsburg-Königsbrunn) werden auf Niederflurbusse umgestellt. Die neuen Busse sind durchgehend auf den gesamten Linien im Einsatz.

Zum ersten Mal wird ein Rufbus im Raum Schwabmünchen eingeführt. Der Rufbus kann bei Bedarf bis zu 8 Personen transportieren.

2003

19. Mai. Ein größeres und noch moderneres Kundencenter wird im Augsburger Bohus Center eröffnet.

Juni. Gutachten bestätigen die betriebliche Machbarkeit und den hohen Fahrgastnutzen des RegioSchienenTaktes Augsburg. Voraussetzung dafür sind Investitionen in die Schieneninfrastruktur (Bahnhöfe; Gleise). Der Freistaat Bayern sagt die entsprechende Verbesserung des Zugangebotes im Jahr 2008 zu.

2004

Zwischen Mering und Friedberg Krankenhaus wird ein Anruf-Sammel-Taxi (AST) eingerichtet.

2005

Mit den regionalen Busunternehmen werden neue Verträge abgeschlossen, welche die bisherige Bedienungsqualität zu deutlich geringeren Kosten gewährleisten.

Der Freistaat Bayern schließt die Arbeiten zum RegioSchienenTakt Augsburg ab. Dieser beinhaltet die Einführung eines dichten Zugtaktes auf einigen Strecken und den Ausbau der Infrastruktur für rund 50 Mio €.

2006

Juli. Der regionale Nahverkehrsplan 2006 - 2011 wird beschlossen. Er umfasst den Ausbau der Regionalbahn zu einem attraktiven Schienenverkehr mit Taktangebot, neuen Haltepunkten, Durchmesserlinien und modernen Fahrzeugen (RegioSchienenTakt). Erweitert wird auch das innerstädtische Tramnetz. AVV-Regionalbuslinien werden stärker mit Zug und Tram verknüpft.

1. August. Einbeziehung des Schienenhaltepunkts Otting-Weilheim in die Verbundbedienung.

2007

9. Dezember. Die erste Stufe des RegioSchienenTakts Augsburg startet mit einem Viertelstundentakt in der Hauptverkehrszeit zwischen Bobingen und Augsburg und einem darauf abgestimmten AVV-Regionalbusverkehr.

Auf den zwischen Augsburg und Affing verkehrenden AVV-Regionalbuslinien wird der Stundentakt mit zusätzlichen Fahrten in der Hauptverkehrszeit eingeführt.

2008

Im August geht der Nachtbus Bobingen in Betrieb gehen. Zum Fahrplanwechsel am 14.12.2008 wird die neue Haltestelle „Königsbrunn Zentrum“ in den Fahrplan aufgenommen. Hierzu war eine Neukonzeption aller regionalen Buslinien notwendig. Ebenso wurde eine weitere Stufe des Regio-Schienen-Takts umgesetzt, die auf den Strecken Donauwörth – Augsburg und Dinkelscherben – Augsburg sowie weiter nach München über Friedberg und Mering eine Verbesserung des Angebots mit sich bringt. Auf der Ammerseebahn nimmt die Bayerische Regiobahn ihren Betrieb auf. Der neue Halt Mering-St Afra wird in den Fahrplan aufgenommen.

2009

In Gersthofen wurde das Neubaugebiet „Am Ballonstartplatz“ an das ÖPNV-Netz angeschlossen. Zudem wurde die Linie 512 Neusäß – Gersthofen sowie die Linie 612 Altenmünster – Zusmarshausen – Dinkelscherben in Betrieb genommen. Im Mai wurde das Nachtbusnetz ausgeweitet. Die Linie 592 bindet in Neusäß an das städtische Nachtbusnetz an und verkehrt über Aystetten und Adelsried bis Bonstetten. Die AVV-Nachtbuslinie 797 wurde von Bobingen über Wehringen, Großaitingen und Schwabmünchen bis Untermeitingen verlängert. In Bobingen wurde zudem die Linie 799 als Rufbus nach Waldberg eingerichtet.

2010

1. Oktober. Olaf von Hoerschelmann wird als neuer Geschäftsführer der AVV-GmbH berufen und nimmt die Herausforderung an, den AVV weiter zu etablieren und den ÖPNV zukunftsfähig zu gestalten.

2011

September. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbundes wird bei strahlendem Sonnenschein auf dem Augsburger Rathausplatz zusammen mit den Partnern im AVV und zahlreichen Besuchern das AVV-Familienfest gefeiert. Das neue AVV-Logo wird von den Gesellschaftern feierlich enthüllt und die AVV-Website im neuen Design und mit neuen Serviceangeboten vorgestellt.

2. August. Die AVV-Gesellschafter unterzeichnen eine neue Vereinbarung über die Defizitaufteilung der AVV-GmbH.

15. September. Das Güterverkehrszentrum mit zahlreichen neuen Firmenniederlassungen wird durch die neue AVV-Regionalbuslinie 59 montags bis samstags verbessert ans ÖPNV-Netz angeschlossen.

28. Oktober. Nachtschwärmer sind mit der neuen AVV-Nachtbuslinie 694 von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag sicher vom Augsburger Hauptbahnhof über Anhausen, Gessertshausen, Fischach, Langenneufnach nach Tronetshofen unterwegs.

21. November. Mit dem neuen AVV-Handyticket können Fahrkarten für Bus, Zug und Tram bequem kurz vor der Abfahrt über das eigene mobile Endgerät gekauft werden.

5. September. Zur Betriebsaufnahme der Firma Amazon in Graben verbindet die neue AVV-Regionalbuslinie 714 Graben über Kleinaitingen und Oberottmarshausen mit Bobingen. Dort bestehen am Bahnhof weitere Anschlussmöglichkeiten zum Regionalzug.

2012

15. März. Mit Beginn der Umbauarbeiten am Augsburger Königsplatz fahren die Verkehrsmittel der Stadtwerke für knapp zwei Jahre nach einem Ersatzfahrplan. Diese große Umbaumaßnahme führt auch zu Fahrplanänderungen für die Fahrgäste des AVV-Regionabusverkehrs.

17. Oktober. Die neue Fahrplan-App „AVV.mobil“ wird kostenlos zum Download für iOS und Android angeboten. Sowohl Abfahrtszeiten, Haltepunkte, Verbindungen sowie aktuelle Fahrplanänderungen können mit dem eigenen mobilen Endgerät ohne Zusatzkosten abgerufen werden.

2013

2. Mai. Das neue AVV-Kundencenter am Hauptbahnhof im Erdgeschoss des Bohus Centers wird eröffnet. Neben Informationen und Auskünften rund um den AVV können dort ab sofort auch Fahrscheine für das gesamte AVV-Gebiet gekauft werden.

Mai. Der AVV-Fahrgastbeirat wird gegründet und mit Vertretern aus dem gesamten AVV-Gebiet zusammengesetzt.

7. September. Rund 80 Teilnehmer finden sich am Aktionstag „Entdecke Deine Heimat“ ein. Zusammen mit Reiseführern von Regio Augsburg Tourismus machen sie sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu verschiedenen Zielen im Verbundgebiet auf: In Unterwittelsbach, Augsburg, Oberschönenfeld und im Kloster Holzen erfahren die vier Gruppen allerhand Neues und Interessantes.

12. September. Die bestehende AVV-Regionalbuslinie 512 wird mit zusätzlichen Fahrten bis Stadtbergen und Leitershofen verlängert. Die Linie war bereits von Gersthofen über Neusäß und P+R Augsburg West bis Steppach im Einsatz.

4. Dezember. Die Vorabbekanntmachung zur europaweiten Vergabe des AVV-Regionalbusverkehrs im Wettbewerb wird im EU Amtsblatt veröffentlicht.

15. Dezember. Nach knapp zweijähriger Bauzeit geht zum europaweiten Fahrplanwechsel der neue Königsplatz in Betrieb. Der reguläre Fahrplan kann wieder aufgenommen werden. Die Linien der ersten Ausschreibungsrunde gehen zum 1.1.2016 in Betrieb.

15. Dezember. Das Angebot der AVV-Regionalbuslinie 200 wird mit den zusätzlichen Linien 201 und 202 erweitert. Zahlreiche Veränderungen des bereits vorhandenen guten ÖPNV-Angebots verbessern die Anbindung innerhalb Friedbergs und an Augsburg weiter.

2014

1. Januar. Mit dem Firmen-Abo wird das Tarifangebot um ein attraktives Jahres-Abo-Angebot, das Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zu Sonderkonditionen im Vergleich zur regulären Jahreskarte anbieten können, erweitert.