Der neue AVV: der neue Nahverkehrsplan 2015plus

Nachhaltige Planungen für den ÖPNV: Nahverkehrsplan 2015plus

Nach Beschluss zur Fortschreibung der Gesellschafter der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (die Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg und Dillingen a.d.Donau sowie die Stadt Augsburg) hatte der AVV die Aufgabe, die Nahverkehrspläne für die Region und die Stadt Augsburg in einem gemeinsamen Nahverkehrsplan 2015plus und damit für alle in den AVV integrierten Kommunen auf die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Darin wurden beispielsweise Kriterien zu Angebotsumfang und Qualität des ÖPNV, Fahrtenzahlen von Bus und Bahn, Erreichbarkeit der Haltestellen, Fahrzeiten, Fahrzeugausstattung oder Fahrgastinformation definiert.

Für das Verbundgebiet des AVV gilt nun seit April 2015 der Nahverkehrsplan für den Nahverkehrsraum Augsburg 2015plus.

Nun wird der AVV mit der Umsetzung der festgelegten Angebotsverbesserungen beginnen.

Was ist ein Nahverkehrsplan (NVP)?

In einem Nahverkehrsplan wird der Rahmen für die zukünftige Entwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den nächsten Jahren festgelegt. Er besteht aus folgenden Inhalten:

  • Bestandsaufnahme und Schwachstellenanalyse der Verkehrseinrichtungen
  • Prognose des zu erwartenden Verkehrsaufkommens
  • Umfassende Zusammenstellung künftiger Projekte und Planungen
  • Entwicklung von Zielen und Maßnahmen zur optimalen Gestaltung des ÖPNV-Angebots

Zentraler Punkt ist es, ein Anforderungsprofil mit Qualitätskriterien zu erstellen, die feste Vorgaben für die künftige Bedienung darstellen hinsichtlich des Angebotsumfangs und der Qualität des ÖPNV, beispielweise Fahrtenzahlen von Bus und Bahn, die Erreichbarkeit der Haltestellen, die Fahrzeiten, aber auch die Qualität des Öffentlichen Verkehrs (Fahrzeug- und Haltestellenausstattung, Informationsmöglichkeiten für den Fahrgast). Dazu gehören Bestandsaufnahmen der derzeitigen Situation sowie Planungen im Städtebau und im Verkehr und abzusehende zukünftige Entwicklungen. Mängel in der derzeitigen Bedienung werden erörtert und entsprechend der gleichwertigen Bedienung im Raum überprüft. Im Bedarfsfall werden Maßnahmen definiert, um diese Mängel zu beheben, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist.

Darüber hinaus werden auch großräumige Maßnahmen untersucht, um dann sogenannten Planfälle zu definieren.